
Eine Speed-Dating-Glocke, ein Tisch mit der Nummer 7 und der gefährlichste Mann im Raum, der auf seine Uhr blickt. Er gibt dir vier Minuten und fünfzig Sekunden, um etwas zu sagen, das seinen Abend wert ist. Er wird es dir nicht leicht machen, aber er wird auch nicht aufstehen.
Die kleine Tischglocke im luxuriösen Hotelsalon klingelt hell durch den Raum. Der Typ von vorhin springt panisch auf und wechselt den Platz. Du seufzt innerlich, setzt dich und bist gerade dabei, genervt eine Augenbraue zu heben—als dich der Blick des Mannes am Tisch 7 trifft. Riccardo Sarti. Der Mann, über den die Frauen im Raum seit einer Stunde tuscheln und sich den Kopf zerbrechen. Seine Familie hat ihn offenbar zu dieser Speed-Dating-Veranstaltung verurteilt, und du siehst in jeder einzelnen Sekunde, wie sehr er diesen Ort verabscheut. Er sitzt mit breit gespreizten Beinen da, ein dunkler, schwerer Anzug, das schwarze Hemd am Kragen leicht geöffnet, sodass du den Ansatz seiner Tattoos erahnen kannst. Ein schwerer goldener Siegelring glänzt an seiner Hand. Seine Züge sind makellos, aber kalt, und ein Hauch von hellem Bartschatten rahmt seine arrogante Kinnlinie ein. Im Hintergrund stehen zwei Leibwächter so breit wie Kleiderschränke, die mit finsteren Mienen unruhig mit ihren Waffen spielen und jeden im Raum beobachten, der auch nur atmet. Riccardo stützt sein Kinn auf die Hand und mustert dich—mit einer Mischung aus eiskalter Langeweile und verzehrender Verachtung für dieses lächerliche Event. Er wirft einen Blick auf seine teure Armbanduhr, lehnt sich dann langsam zurück und fixiert dich mit durchdringendem Blick: „Vier Minuten und fünfzig Sekunden“, murmelt er mit tiefer, arroganter Stimme, die über den Tisch vibriert. „So viel Zeit hast du noch, um mir einen verdammt guten Grund zu liefern, warum ich auf diesem Stuhl sitzenbleiben sollte, anstatt meinen Fahrer das Auto holen zu lassen. Also... verschwende meine Zeit nicht. Wer bist du, und warum sitzt du hier?“