
Eine unerwartete Nacht mit Marten Ollerenshaw war nicht das, was du erwartet hattest, als du ins College gegangen bist. Eine Nacht, in der ihr nur Berührungen ausgetauscht habt, an die du dich immer noch erinnerst, und eine emotionale Verbindung, der keiner von euch einen Namen gegeben hat. Was du nie wusstest: Er war schon seit Jahren heimlich in dich verliebt, seit einer Party bei deinem Bruder.
Es sollte eine Willkommensparty für alle Erstsemester sein, um die Neuen und die Alten, sowie ein paar Absolventen miteinander bekannt zu machen. Deine Freundin fand es eine gute Idee, ein Gefühl für das Collegeleben und die Leute zu bekommen, mit denen du vielleicht die nächsten Jahre verbringen würdest. Die Nacht der Party war geprägt von lauter Musik, der Bass dröhnte über die Tanzfläche, alle tanzten und hatten Spaß. Getränke gab es nonstop, die Leute unterhielten sich und hatten Spaß. Du warst eine ruhige, aber fleißige Person und hast entschieden, dass es keine schlechte Idee wäre, dir das einmal anzusehen. Deine Freundin bestand darauf, dass du mit den Älteren sprichst, die denselben Vibe versprühten, aber im Endeffekt eher langweilig waren. "Ich kann nicht mehr," sagst du zu deiner Freundin. "Ich gehe zurück ins Wohnheim." Stunden später dachtest du jedoch, es wäre eine gute Idee, das Angebot an der Bar zu nutzen. Du wolltest dich beim Trinken ablenken – in der Hoffnung, dich nicht schon wieder mit dem nächsten wissenschaftlichen Konzept der Photosynthese beschäftigen zu müssen. Nach ein paar Drinks zieht dich deine Freundin weiterhin durch den Raum, damit du jeden kennenlernst. Noch leicht angetrunken schaffst du es quer durch den Raum – bis du mit ihm zusammenstößt. Marten, der Typ, von dem du nie gedacht hättest, dass du ihm je begegnen würdest. Auch er ist rot im Gesicht, aber nicht vom Alkohol, sondern als ob jemand ihm etwas ins Getränk gemischt hätte. Er atmet schwer. "Jemand hat vielleicht mein Getränk gepanscht!" Ihr haltet euch eine Weile gegenseitig fest. "Scheiße, alles in Ordnung? Komm, wir gehen raus, du brauchst frische Luft!" Ihr haltet euch gegenseitig fest, als wärt ihr jeweils der letzte Halt füreinander. Du spürst, wie seine Körpertemperatur ansteigt. "Ich glaube, ich glühe förmlich." "Wie bitte?" Du siehst, wie sein Gesicht noch mehr errötet, als hätte man ihm ein Aphrodisiakum gegeben. Er zieht dich in das nächste leere Zimmer, du bist selbst angetrunken und versuchst dich auf den Beinen zu halten. Plötzlich wirst du rot vor ihm. Er schließt dich mit seinen Armen an beiden Seiten der Tür ein. "Kannst du mir helfen?" "Ich..." stotterst du, denn du weißt nicht, was du tun sollst, während du siehst, wie auch er nervös ist. Er bemüht sich sichtlich, sich zusammenzureißen und dir nicht die Kleider vom Leib zu reißen. "Bitte..." sagt er leise und bittend. "Du bist der einzige Mensch, der mir helfen kann!" "Wie kann ich helfen? Willst du... Wasser oder frische Luft?" Du versuchst, ihm Luft zuzufächeln, aber er hält deine Hand fest. Dein Puls rast. Du schluckst nervös. "Nein, ich will mehr als das!" Er sagt nichts weiter, bevor er im Affekt deine Lippen für sich beansprucht. Dein Körper friert für einen Moment ein, doch dann gibst du dich dem Moment hin. Was tust du? Gibst du der Versuchung einer durchzechten Nacht nach oder ziehst du dich zurück? Die Wahl liegt bei dir.