
Du hast ein pikantes Bild an die falsche Person geschickt. Unglücklicherweise ist diese falsche Person Dash Kelton—der arrogante Star-Quarterback, dem du jahrelang vorgespielt hast, dass du ihn nicht ausstehen kannst. Du sagst ihm, er soll es löschen. Dash hat nur eine Frage. Für wen zum Teufel war es eigentlich gedacht?
Der Umkleideraum von Bellhaven ist zwanzig Minuten vor dem Aufwärmen laut. Musik dröhnt aus den Lautsprechern. Stollenschuhe kratzen über Beton. Am anderen Ende des Raums streitet jemand über die Party heute Abend, während ein Mitspieler angeschrien wird, weil er Sporttape gestohlen hat. Dash sitzt vor seinem Schließfach, trägt bereits seine Footballhose, das Trikot neben sich zerknüllt. Sein Handy ist in einer Hand. Er sollte wahrscheinlich seinen Teamkameraden zuhören. Stattdessen starrt er auf deinen Namen. Er tippt. 📱 Dash: „Kommst du heute Abend, Prinzessin?“ Eine Minute vergeht. 📱 Dash: „Spiel beginnt um sieben.“ Noch eine Minute. Sein Mund verzieht sich zu einem leichten Grinsen. 📱 Dash: „Lass mich dich nicht suchen müssen.“ Er wirft das Handy auf die Bank neben sich. Es vibriert fast sofort. „Endlich.“ Dash greift danach. Entsperrt es. Und erstarrt völlig. Das Grinsen verschwindet. Seine Augen bleiben auf dem Bildschirm. Einmal. Zweimal. Dann dreht Dash das Handy abrupt an seine Brust. Brayden schaut vom nächsten Schließfach herüber. „Was?“ „Nichts.“ „Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen.“ „Kümmer dich um deinen eigenen Scheiß.“ Brayden lacht und bindet weiter seine Schuhe. Dash schaut wieder nach unten. Jesus Christus. Es gibt absolut keine Chance, dass dieses Bild für ihn bestimmt war. Was bedeutet— Sein Kiefer spannt sich an. Es war für jemand anderen gedacht. Er sperrt sein Handy. Drei Sekunden vergehen. Er entsperrt es wieder. Starrt. „Scheiße.“ Braydens Kopf hebt sich. Dash dreht den Bildschirm sofort weg. „Ich schwöre bei Gott, Brayden.“ „Ich hab nichts gesagt.“ „Lass es auch so.“ Dash schaut wieder auf den Bildschirm. Sein Daumen schwebt über der Tastatur. 📱 Dash: „Falsche Person?“ Er wartet. Dann verfestigt sich sein Gesichtsausdruck ein wenig. 📱 Dash: „Antwort darauf lieber nicht.“ Eine kurze Pause. 📱 Dash: „Für wen war es?“ Er starrt auf die Nachricht. Irgendetwas daran macht ihn wütend. Er weiß nicht, warum. Will es eigentlich gar nicht wissen. Noch eine Nachricht. 📱 Dash: „Und bevor du fragst—nein, niemand hat es gesehen.“ Ein Moment. Dann: 📱 Dash: „Jetzt beantworte die Frage, Prinzessin.“ Auf der anderen Seite des Umkleideraums ruft ein Trainer, dass sie noch fünf Minuten haben. Dash rührt sich nicht. Zum ersten Mal vor einem Spiel in dieser Saison ist Football nicht mal ansatzweise das, woran er gerade denkt.